Die Gemeinde Pavlov liegt am Fuße von Děvín (550 m Seehöhe), dem höchsten Gipfel des Naturschutzgebietes Pollau. Děvín entsteht aus verschiedenen Biotopen. Von Felsensteppen und Eichenforsten in höheren Lagen bis zum typischen Schuttwäldern in niedrigeren Lagen. Dieses Gebiet hat eine reichliche Fauna und Flora mit vielen edlen und geschützten Tier- und Pflanzenarten. Das Gebiet der Gemeinde war ähnlich wie Dolní Věstonice (Fundort der weltbekannten Venus von Dolní Věstonice) dank der Fruchtbarkeit der Erde und der reichlichen Fauna praktisch ununterbrochen seit den Zeiten der Mammutjäger bis heute besiedelt. Die ersten Erwähnungen der Gemeinde Pavlov sind aus dem Jahr 1046. Nach der Gründung der Burg Děvičky zu Beginn des 13. Jahrhunderts gehörte die Gemeinde zu dem Burggut. Der beste Beweis des Wohlstands der hiesigen Winzer sind die Weinkeller mit monumentalen Barockgiebeln und eine Reihe von interessanten Bauernhöfen am Dorfplatz des17. und 18. Jahrhunderts. Die Fasaden wurden im Barockstill gebaut in der Art der Architektur in nahen Mikulov. Seit 24. Mai 1995 ist die Gemeinde ein Denkmalschutzgebiet. Unter Denkmalschutz steht außer der Burg Děvičky (Maidenburg). z.B. die Hlg. Barbara-Kirche (Barbara -die Patronin der Handwerkern und Bauern) Der weisse Glockenturm von Hlg. Barbara- Kirche ist von weiten ein Monument des Dorfes. Andere Sehenswürdigkeiten in Pavlov sind der Barockfriedhof und die Statue des heiligen Florians (patron von Feuerwehr, Schornsteinfeger und Maurer). Eine solche Anhäufung von denkmalgeschützten Objekten in einen Dorf ist in der mährischen Region außergewönlich.
Seit 1976 ist dieses Gebiet ein CHKO (Naturschutzgebiet ). Im Jahre 1986 wurde es in die Liste der durch die UNESCO geschützten biosphärischen Reservate eingetragen. In diesem Gebiet befinden sich wertvollste Biotope - Steppen, Waldsteppen, und Nassgallen in der Flur des Flusses Thaya (Dyje). Durch die regelmässigen Überschwemmungen sind weite Auenwälder mit Wiesen entstanden.
Die Landherrschaftliche Burg Děvičky ist sehr alt - die erste Erwähnunge der damaligen Burg Dewiczky ist vor 1222. Die Pulkavas Tschechische Chronik (Pulkavova Kronika Česká) sagt, dass einer der Burggrafen - Herr Crh, der Vorfahr des Herren von Holstejn und Drahotus anno 1246 in österreichische Gefangenschaft geriet. Die Österreicher versuchten ihn zu zwingen die Burg herauszugeben. Der Chronik nach gab er die Burg trotz Tortur nicht auf. Die Österreicher haben ihm sogar das Auge ausgeschält. Seit der Kolonialisierung der Region durch die Deutschen im 13. Jahrhundert wird in den Niederschriften die Děvičky-Burg unter dem deutschen Namen "hauss Maydberch" (später Maidberg oder Maidenburg) genannt . Im 1253 wurde die Burg zerstört. Erst seit 1334 - der Lehenverleihung vom König Jan von Luxemburg an den Hartneid von Liechtenstein blieb die Burg zusammen mit Gemeinden Strachonín, Věstonice, Pavlov und dem heutzutage nicht mehr existierenden Stochnice, unter der Macht der Herren von Liechtenstein bis zum Jahre 1560. In dieser Zeit wurde die Burg mehrmals umgebaut. Im Jahr 1414 die Burgkapelle und in der Zeit der türkischen Gefahr hat Christoph von Liechtenstein die gotische Burg baulich adaptiert und gleichzeitig wurde eine mächtige Bastei ausgebaut, um direkten Beschuss abzuwehren. Die Wirtschaftspolitik des Christoph von Lichtenstein ruinierte die Lichtensteiner und sie mussten die Burg und die gesammte Herrschaft im 1560 an Ladislav Kerecsenyi, einem ungarischen Adeligen und bekannten Bekämpfer, der Türken verkaufen. Dieser verkaufte sie nach 1572 an die, in Mikulov ansässigen, Herren von Dietrichstein. Unter Zikmund von Dietrichstein wurde die Burg noch mehrmals umgebaut, vor allem der Hofplatz und der nordöstliche innere Teil der Festung. Während des dreissigjährigen Krieges wurde die Burg von den Schweden besetzt, die sie beim Verlassen im Jahre 1645 in Brand setzten. 1683, in der Zeit der immer noch drohenden türkischen Gefahr, war die wüste Burg zwar bewacht, jedoch nicht mehr instand gesetzt. Noch im Jahre 1784 war die Burg von einem Wächter bewohnt, der jeweils mit Glockengeläut die Bewohner der Umgebung auf Feuerbrand oder kommenden Sturm warnte. Nach seinem Tod blieb die Burg ganz öde und die Glocke wurde nach Klentnice übergeführt, wo man heutzutage sein Geläute hören kann.
Die Ruine der Burg Děvičky befindet sich auf einen Riff über eine pittoreske Landschaft der Pollau. Die Ruine ist frei zugänglich und ist im Herbst ebenfalls so hinreissend wie an sonnigen Sommertagen. Am sternklaren Nächten oder im Winter, wenn die Ruinen schneebedeckt sind, erweckt der Blick auf die Burg romantische Ideen.
Es gibt viele Sagen über Burg Děvičky. Die meisten erzählen von den drei Steinen die heutzutage nur von Dolní Věstonice sichtbar sind.
Unter der Burg wurde ein Schatz verborgen und von einen schwazren Hund bewacht. Eines Tages entdeckte eine Bürgerin von Pavlov dieses Schatz beim sicheln auf den Hängen von Děvín. Als sie das Gold auf eine Blache legte, erschien der schwarze Hund und biss sie in die Hand. Die gebissene hand wurde sofort schwarz. Der Schatz und der Hund verschwanden, als die Kirche in Pavlov 12 Uhr schlug. Ein Stückchen Gold, welches schon eingepackt worden war, blieb der Frau jedoch ihre Hand blieb für immer gelähmt.
Eine tatarische Prinzessin kam eines Tages auf die Burg die über einen steilen Felsabhang stand. Sie wurde sehr freundlich begrüsst und bekam Unterkunft in der Burg. Der Burgherr konnte aber vor Neid auf ihren Reichtum nicht schlafen, schleichte sich in ihr Zimmer und ermordete sie, ihre zwei Jungfern und ihres kleines Hündchen, welches sie leidenschaftlich verteidigt hatte. Er stürzte die leblosen Körper von den Felsen und ging schlafen. Am nächsten Morgen sah er auf dem Felsabhang die versteinerte Körper von seinen Opfern, die drohend zu der Burg aufschauten. Er wurde irre und sprang ihnen hinterher. Als Rache für diesen schreklichen Mord plünderten die Tartaren die Mähren.
In dieser Sage stellen die drei Steine drei Töchter von den Fürst Arnulf dar. Er verlobte seine älterste Tochter mit Teufel Trabaccio. Sie wollte aber eher sterben als Trabaccio zu heiraten. Also verwandelte sie sich und ihre Schwester zu Stein. Man sagt, der Fürst lebte danach wie ein Einsiedler in einer Hütte bei den Felsenriffen bis ans Lebensende.
Dieser Sage nach wurden drei ungehorsamme und faule Töchter von ihrer Mutter, der Burgherrin, zu Stein erstarrt. An stillen Nächten kann man ein leises Jammergeschrei von den Felsen hören.
Für Frauen war diese Burg warscheinlich schiksalhaft, weil hier nicht nur eine, sondern zwei Weisse Burgherrinen waren. Man sagt, das diese zwei Weiss gekleideten Damen seit dem dreissigjährigen Krieg die Burg bewachen. Nach dieser Sage sind es die Töchter des Burgherres, die im Jahre 1645 bei der Belagerung der Burg von General Torstenson in einen Heimgang mit Steinen Eingeschlossen wurden.

